Zecken und der Klimawandel

Zecken und der Klimawandel Bild von Ales Krivec auf Pixabay
Zecken und der Klimawandel Bild von Ales Krivec auf Pixabay
Welche Zeckenarten gibt es in Deutschland? Der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) Der Gemeine Holzbock ist die am häufigsten vorkommende Zeckenart in Deutschland. Er befällt Menschen und Tiere gleichermaßen und kann verschiedene Krankheitserreger wie das Virus der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borrelien übertragen. Der Gemeine Holzbock ist in Wäldern, Gärten und auf Wiesen zu finden und bevorzugt feuchte Umgebungen. Diese Zeckenart ist von Frühling bis Herbst aktiv und stellt durch ihre Fähigkeit, Krankheiten zu übertragen, eine ernsthafte Gesundheitsgefahr dar. Mehr Informationen finden Sie auf der Zeckenstich-Ratgeber. Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) Die Auwaldzecke ist ebenfalls in Deutschland verbreitet, befällt jedoch hauptsächlich Hunde und Pferde. Sie kann Erreger wie die Hundemalaria (Babesiose) und FSME übertragen. Menschen werden nur selten von dieser Zeckenart befallen. Im Vergleich zum Gemeinen Holzbock ist die Auwaldzecke bis spät in den Herbst aktiv. Sie bevorzugt feuchte und bewaldete Gebiete und ist aufgrund ihrer robusten Natur auch in kälteren Monaten anzutreffen. Mehr Informationen finden Sie auf Zecken.eu. Hyalomma-Zecke Seit einigen Jahren ist aufgrund der steigenden Temperaturen auch die ursprünglich in Afrika beheimatete Hyalomma-Zeckengattung in Deutschland nachweisbar. Diese „Jäger“-Zecke ist besonders in Südosteuropa als Überträger des gefährlichen Krim-Kongo Hämorrhagischen Fieber-Virus bekannt. Hyalomma-Zecken sind größer als der Gemeine Holzbock und aktivere Jäger, die ihre Wirte über mehrere Meter verfolgen können. Ihr Vorkommen in Deutschland ist eine direkte Folge des Klimawandels. Mehr Informationen finden Sie auf zecken.de.  Wann und wo kann man auf Zecken treffen? Zecken können überall im Grünen auf Menschen treffen. Egal ob beim Arbeiten im Garten, Joggen im Stadtpark oder bei einem Spaziergang mit dem Hund im Wald – die Blutsauger sind allgegenwärtig. Zecken werden aktiv, wenn die Temperaturen mehrere Tage lang 5 bis 7 Grad Celsius erreichen. Durch den Klimawandel und die damit verbundenen steigenden Temperaturen sind sie mittlerweile fast ganzjährig aktiv. Entgegen der landläufigen Meinung fallen Zecken nicht von Bäumen, sondern halten sich in Bodennähe auf Gräsern, Büschen und Wiesen auf, meist in einer Höhe von 30 bis 60 Zentimetern. Sie lassen sich von vorbeigehenden Menschen oder Tieren abstreifen und gelangen so auf ihre Wirte. Mehr Informationen finden Sie auf Zecken.de. Was macht Zecken für den Menschen gefährlich? Zecken können verschiedene gefährliche Krankheitserreger übertragen. In Deutschland sind vor allem das FSME-Virus und Borrelien von Bedeutung. Das FSME-Virus kann beim Stich sofort übertragen werden und zu einer Hirnhaut- und Hirnentzündung führen. Eine FSME-Infektion ist nicht heilbar, daher ist die Impfung der beste Schutz. Die STIKO empfiehlt die FSME-Impfung für Personen in Risikogebieten. Borrelien können die Lyme-Borreliose verursachen, eine bakteriell bedingte Erkrankung, die mit Antibiotika behandelt werden kann. Mehr Informationen finden Sie auf der Website des RKI.  Wie kann ich mich vor Zeckenstichen schützen? Um Zeckenstiche zu vermeiden, sollten verschiedene Vorsorgemaßnahmen getroffen werden. Tragen Sie helle, lange Kleidung und festes Schuhwerk, verwenden Sie Anti-Zeckenspray und durchsuchen Sie Ihren Körper nach jedem Aufenthalt im Grünen gründlich nach Zecken. Besonders sorgfältig sollten Sie dabei warme und feuchte Körperstellen wie Achseln, Kniekehlen und den Hals untersuchen. Weitere Tipps finden Sie auf Zeckenstich-Ratgeber. Wie wird eine Zecke richtig entfernt? Wenn Sie eine Zecke auf Ihrer Haut entdecken, sollten Sie schnell reagieren. Je länger die Zecke saugt, desto höher ist das Risiko einer Krankheitsübertragung. Zur Entfernung greifen Sie die Zecke hautnah mit einer Pinzette, Zeckenkarte oder Zeckenzange und ziehen sie vorsichtig und gleichmäßig senkrecht heraus. Vermeiden Sie es, die Zecke zu quetschen. Beobachten Sie die Einstichstelle mehrere Wochen. Eine ringförmige Rötung kann ein Zeichen für Borreliose sein, grippeähnliche Symptome können auf eine FSME-Infektion hindeuten. Bei diesen Symptomen sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Mehr Informationen finden Sie auf Zecken.de. Zecken und der Klimawandel - der gemeine Holzbock Bild: Pfizer Pharma GmbH Mehr zum Thema

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