Eine Burg im rechten Licht

Eine Burg im rechten Licht: Blick von der highline179 auf die Ruine Ehrenberg  Bild:  © Rolf Marke/ Naturparkregion Reutte
Eine Burg im rechten Licht: Blick von der highline179 auf die Ruine Ehrenberg  Bild:  © Rolf Marke/ Naturparkregion Reutte 

Lumagica Ehrenberg – Zauber der mystischen Burgruine

Licht ist schon etwas Seltsames. Mit seiner Hilfe erstrahlen sogar triste, graue Mauern, werden Sagengestalten lebendig und lassen eine Burg leuchten wie einen funkelnden Edelstein. Dieses „Lichtwunder“ gibt es bei Reutte im Außerfern, dem nördlichen Zipfel Tirols zwischen dem Fernpass und der deutschen Grenze. Die Straße, von Norden, von Füssen her durch den Talkessel führend, war und ist eine wichtige Verbindung zwischen Nord- und Südeuropa.  Schon die Römer benutzten diesen Weg, später dann Kaiser und Könige auf Heerfahrt, Fuhrleute und Reisende. Schon im Mittelalter entstand die Klause direkt an der Straße für das lukrative Einnehmen von Straßenzoll und die Burg auf der Höhe. Im 17. Jahrhundert zur kanonenbestückten Festung ausgebaut, hielt die Ehrenberg Wache gegen alle Feinde aus dem Norden. Erst Napoleon konnte zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Festung erobern, seither ist sie imposante Ruine.

Burgruine Ehrenberg

Viele Sagen und Legenden ranken sich um das Gemäuer – so die Sage vom Ritter Rüdiger und dem Drachen Feuermaul, der die Burg und den Klausenwald beschützt, solange ein geheimnisvoller Kristall ihm seine Kräfte erhält. Doch dann ist der Kristall verschwunden, Ritter und Drache machen sich auf die Suche. Diese Sage wird nun auf der Ruine in Szene gesetzt. 300 LED – Installationen lassen Figuren, Ritter, Tiere und Fabelwesen durch Licht lebendig werden. Ob Steinbock oder leuchtende Ritter, Märchen wie Sterntaler oder sogar Kanonen, die drohend ins Tal weisen, Licht lässt all dies zu einem besonderen Erlebnis werden.
Wenn die Dunkelheit hereinbricht, beginnt die Ehrenberg zu leben. Schon auf dem kurzen, aber steilen Weg von der Klause hinauf zur Burg (für nicht so mobile Besucher gibt es eine Bergbahn) leuchten immer wieder geheimnisvolle Lichter durch die Bäume. Treten wir dann durch das erste Burgtor, öffnet sich der Blick auf die illuminierte Burg. Rote und weiße Kugeln begleiten uns hinauf zur eigentlichen Burg, hinter deren Tor erste Figuren, Steinböcke und Ritter zu sehen sind. Wir gehen die Zwinger entlang und kommen zu einem ersten Highlight: Der Schwertkampf zwischen Feuer und Eis auf der Falkenwiese, meisterhaft inszeniert mit der passenden musikalischen Untermalung. Der Rundgang führt dann, treppauf, treppab durch die Räume der Ruine. Hinter jeder Ecke, hinter jedem Durchgang lässt sich eine neue Installation entdecken: Kristalle, die in den Himmel wachsen, das Märchen vom Sterntaler, das unheimlich farbige Fischland und die schattigen Bereiche von Ehrenbergs Katze. Durch eine steile Treppe führt der Weg wieder hinunter zum letzten Punkt des Rundganges: zum Drachen Vermar, der den dunklen Kristall gefunden hat und Ehrenberg rettet.

 

Die highline179

Direkt unterhalb der Burgruine wartet eine weitere Attraktion auf die Besucher – vor allem für Schwindelfreie: Die Highline 179, eine 400 Meter lange Hängebrücke, die sich quer über das Tal gespannt wurde. Sie verbindet die Burg mit dem auf der anderen Talseite gelegenen Fort Claudia, darunter,tief unten die Klause und die oft staugeplagte Bundesstraße 179, der Namenspatronin der Brücke. Der Weg über die Brücke ist nichts für empfindliche Naturen, der Wind pfeift, jeder Schritt wird durch sanfte Bewegungen der Brücke beantwortet und der direkte Blick hinunter könnte leichte Höhenangst erzeugen, trotz stabilem Geländer. Doch die Aussicht ist grandios, sei es von der Brücke hinüber zum Fernpass oder auf der anderen Talseite auf die beleuchtete Burgruine.
Die highline179   © Gottfried Pattermann/Tipps Media

Die highline179 © Gottfried Pattermann/Tipps Media

Informationen

Öffnungszeiten: 25. November 2022 bis 26. Februar 2023 täglich jeweils von 16.30 -21.00 Uhr

Vom 9. Januar bis 31. Januar nur Donnerstag – Sonntag geöffnet

Preise: ab 19.00 Euro  pro Person, im Preis ist der Lichterpark und der Zugang zur highline 179 eingeschlossen, die Faht mit dem Schrägaufzug kostet extra.

Alle weiteren Infos unter: https://www.ehrenberg.at/de/lumagica.html

Kleine und große Installationen auf der Burg © Gottfried Pattermann/Tipps Media

Der Kampf zwischen Feuer und Eis auf der Falkenwiese © Gottfried Pattermann/Tipps Media

Sterntaler - eine gelungene Installation © Gottfried Pattermann/Tipps Media

Hirsche und weiteres Wild © Gottfried Pattermann/Tipps Media

Die unheimliche Welt der Katze der Ehrenberg © Gottfried Pattermann/Tipps Media

Der Drache und der Kristall - die Installation am ende des Rundganges © Gottfried Pattermann/Tipps Media

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