D59 Schwäbische Alb

Die Schwäbische Alp

Sebastian Münster schreibt in seiner "Cosmographia Universalis"aus dem 16. Jahrhundert:
"Es ist die Alb ein birgigs, steinigs und ruches Land, aber do zeucht es vil Korn, habern und gersten. Es ist ein so hart Feld, daß 8 oder 9 Ochsen kaum ein Pflug mögen erziehen. Sunst ein gut Land an Vieh, weide, schäffereien, holtz, Wildbret und andere Dinge. Es hat kein Weinwachs und wenig Wasser, denn was oben herabkommt."

Nun, die Zeiten haben sich seither gebessert, ein ruches Land ist die Schwäbische Alp nicht mehr. Die Schwäbische Alp gehört zum großen Europäischen Juragebirge, das sich von Nordbayern bis zum Mittelmeer in südwestlicher Richtung erstreckt. Sie reicht vom Ries (das die schwäbische von der fränkischen Alp trennt) bis zu den Höhen des Schwarzwaldes bei Donaueschingen. Die lang gestreckte, bergige Hochfläche zwischen Frankenland und Bodensee, zwischen Stuttgart und dem Alpenvorland ist umfangreicher als der Schwarzwald oder mehr als doppelt so groß wie Luxemburg oder das Saarland. Nach Norden oder Nordwesten fällt der Albtrauf steil hinab zum flachen Vorland. Nach Süden bildet die Donau die Grenze zum Alpenvorland. Nur ganz im Südwesten der Alb, durchbricht die Donau den harten Kalkstein. Da steigen die weißen Kalkfelsen senkrecht bis über 100 Meter aus dem Tal, es gibt bizarre Felsgebilde und romantische Schluchten. Oben auf den Höhen breiten sich Magerrasen und Steppenheide aus. Die höchsten Erhebungen der Schwäbischen Alp finden wir ebenfalls hier im Südwesten, der Lemberg ist mit 1015 m der höchste Berg der Schwäbischen Alp.Einst war die Alb fast völlig von Buchenwäldern überzogen. Der Bergahorn, Linde und Esche sind hier heute noch heimisch, ebenso typische Steingewächse wie Felsenbirne und Felsenmispel. Auch alpine Pflanzen wie Traubensteinbrech oder Felsenhungerblümchen kommen vor. An trockenen Süd- und Südwesthängen gedeiht Buschwerk mit Fingerhut, Wolfsmilch, Knabenkräutern und Storchschnabel, und in manchen geheim gehaltenen Winkeln blühen Orchideen. Die Schäferei auf der Alb hatte im 19. Jahrhundert ihre große Zeit. Damals gab es in zum Beispiel in Heidenheim an die 14 000 Schafe. Durch die Beweidung mit Schafen und Ziegen entstanden die für die Alb so typischen Wacholderheiden: Die Tiere halten Gras, Kräuter und alles Buschwerk kurz, nur der Wacholder kann sich behaupten. Auch heute noch sind die Schäfer und ihre Herden noch unterwegs.

Traufgang Felsenmeersteig Kuechenfels © Albstadt Tourismus

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