Paris - unbekannte Seiten der Seine-Metropole Bild: Pierre JULIEN/Lyria

Nur gerade drei Stunden benötigt der train a grand vitesse für die Fahrt von Basel nach Paris Gare de Lyon. Der TGV eignet sich hervorragend zur Reise in die Hauptstadt der Grand Nation. Der Gare de Lyon liegt bereits sehr Zentral und ist nur wenige Minuten vom Herzen der Stadt der Liebe entfernt. Wie es sich für Tipps-for-Trips gehört, haben wir ein paar Pariser Highlights besucht, welche wir unseren Lesern näherbringen möchten. Zum ersten das beste APP welches ich für Reisende kenne heisst Citymapper und zweitens Restaurants in welchen man göttlich speist.

Mit dem Lyria nach Paris

Mit dem Auto nach Paris zu fahren macht keinen Sinn. Parkplätze sind knapp und teuer. Mit dem Flugzeug zu reisen ist allen bekannt, ebenso die langen und teuren Transfers in die Stadtmitte. Mit dem TGV Lyria nach Paris zu reisen, entpuppt sich als preiswerte und bequeme Alternative. Das Streckennetz von der Schweiz aus ist ausgezeichnet. Ohne Umsteigen von Zürich, Interlaken, Bern, Lausanne, Genf oder Neuenburg zu reisen, ist sehr entspannt. Somit sind auch 43% der Reisenden in der Schweiz wohnhaft und davon buchen 63% über das Internet. Die wichtigsten Verbesserungsmöglichkeiten der Züge betreffen insbesondere die an Bord angebotene Servicequalität. Diese ist einer der Hauptfaktoren bei der Wahl des Verkehrsmittels und eine wesentliche Komponente bei der Kundenbindung. Lyria hat eine Massnahme zur Qualitätssteigerung in Angriff genommen und hat in diesem Zusammenhang die Innenausstattung ihrer Züge überarbeitet. Mit dieser Erneuerung wurden mehr Komfort sowie grössere Gepäckbereiche (+ 60%) geschaffen. Lyriapremière ist ein besonderer Service für die internationalen Kunden der 1. Klasse und auf allen Strecken des TGV Lyria-Netzes zwischen der  Schweiz  und Paris verfügbar, um aus der Reise ein entspanntes Erlebnis zu machen. Mit diesem Service sind die folgenden Leistungen im Ticketpreis enthalten:   Je nach Reisezeit wird am Sitzplatz ein Frühstück, ein Mittagessen, ein Imbiss oder ein Abendessen auf einem Porzellanservice serviert. Es wird eine Auswahl an Getränken sowie Französischen und Schweizerischen Weinen angeboten. Kinder, die älter als 5 Jahre sind, erhalten die gleiche Mahlzeit wie ihre Eltern. Vegetarier erhalten auf Anfrage beim Bordpersonal eine angepasste Mahlzeit. Bereits ab 39 Franken pro Weg oder als Tagesausflug für 54 Franken ist dieser Preis wohl kaum zu toppen. Wir empfehlen in der 1. Klasse zu reisen, was zwar etwas teurer ist – aber es war schon immer etwas teurer einen guten Geschmack zu haben.

Hotel Bauchaumont

Oft macht man sich Gedanken, wenn man an Paris denkt, wie viel man bereit ist für ein Hotel auszugeben. Vor einem Jahr wurde das Designerhotel im Montorgueil Quartier wiedereröffnet. Nur ein paar wenige Gehminuten der U-Bahnstation „Sentier“ entfernt liegt das 4-Sterne Hotel Bauchaumont. Hier im 2. Arrondissement erlebt man Paris, auch ohne all zu viele Touristen sehr authentisch. Die vielen kleinen Gassen, Kaffees oder Boutiquen im Quartier, zeigen Paris von einer charmanten Seite. Das Hotel hat nette, wohnliche und sehr gepflegte Zimmer. Es erinnert jeden Augenblick an das Paris, welches man aus den alten Hollywood Streifen der Vergangenheit kennt. Das Personal verfügt genau über die Kompetenzen, welche Touristen in einer fremden Stadt angewiesen sind. Die Zimmer haben zwischen 17 und 50 m2. Achtung, alle Betten ausser in den Suiten messen nur 160 französische Zentimeter (Queensize). Schreibtisch, TV und Kasten wiederspiegeln den Art-Deco Style des Hauses. Zusammen mit dem kleinen aber feinen Badezimmer mit Dusche, empfehlen wir uneingeschränkt für ein paar Tage als Hauptquartier für den Städttrip. Das Deluxe Zimmer welches wir erleben durften, hatte 25 m2 und ein grosszügiges Badzimmer. Die Preise starten bei 200 Euro pro Nacht. Das Hotel verfügt über eine Bar und ein Restaurant. Wir waren überrascht wie viele Anwesende wir bei unserer Rückkehr früh morgens gesehen haben. Eine prickelnde Stimmung junger PariserInnen Seite an Seite mit Hotelgästen reichte bis in die Morgenstunden hinein.

Mehr Information: www.hotelbauaumont.com

Moulin Rouge

Ich weiss, das Moulin Rouge ist keine unbekannte Seite von Paris. Aber ehrlich, wer war schon einmal in diesem weltbekannten Kabarett? 1889 hat der Tanz- und Damen Palast seine Tore geöffnet. Sehr schnell wurde das Etablissement das Party Mecca, der Französische Cancan wird bis heute zelebriert – hat aber an Reizen wegen der entblössten Oberkörper verloren. Eine Truppe von 60 ArtistenInnen tanzen was das zeug hält. Jeden Muskel kann man beobachten und muss feststellen, dass kein Gramm Fett auf der weltberühmten Bühne auszumachen ist. Die Showeinlagen, welche regelmässig vorgetragen werden sind wahnsinnig. Die internationalen Einlagen wie Schwimmen mit riesigen Anakondas in einem Glas Pool, ein Roller Pilar in galaktischer Geschwindigkeit, eine Clown Scene für die Lachmuskeln, ein Akrobatik Trio beraubt einem den Atem. Bequem am Tisch, mit Getränken oder einem Essen kann man die Show bewundern. Die sportlichen aber stereotypen schlanken Moulin Rouge Girls geben während Stunden ihr Bestes. Kostümwechsel gehen flott – da ist auch nicht wirklich viel an Kleidern zum Wechseln. Übrigens hat Mann wirklich das „Topless“ nach ein paar Minuten satt. Rund um unseren Tisch hörten wir alle bekannten und unbekannten Sprachen. Das belegt, dass Mann und Frau das Spektakel, welches seit 127 Jahren täglich zwei Darbietungen vorträgt, nach wie vor für viele Menschen ein Punkt auf der Erlebnisliste darstellt – welchen man gerne schnell abzuhaken gedenkt.

Mehr Information: www.moulinrouge.fr

Chez André

Die Rue du Marbeuf führt querab der weltbekannten Champs-Élysées. Vier Fussminuten entfernt befindet sich unser erster Gourmet Tipp. Chez André ist ein traditionelles französisches Bistro mit Charme. Dort entflieht man aus der Welt des Luxus um sich im 1936 gegründeten Restaurant zu verpflegen. Ob draussen oder im Innern, überall wird erzählt und kommuniziert – nach einem langen Tag im Geschäft. Das flinke Personal kommt sofort mit der Speisekarte, welche viele traditionelle Speisen aufweist, als auch ein paar lokale Spezialitäten wie frische Moules oder Fisch. Köstliche Vorspeisen bekommt man ab 8 Euro. Zwischen 18 und 40 stehen für eine gewaltige Hauptmahlzeit zu buche. Sehr zu empfehlen ist der Coq au Vin mit frischen, selbst zubereiteten Nudeln für sagenhafte 8.50 Euro. Das Hähnchen ist butterzart, die Sauce ein Gedicht und die Breitbandnudeln frisch und schmackhaft. Unglaublich, was man nur 400 Meter weg von der Champs-Élysées für ein Preis/Leistungsverhältnis bekommt. Nicht nur das, sondern die Stimmung ist überwältigend. Unkompliziert, einfach, aufmerksam und fast liebevoll verwöhnen das Servicepersonal und das Küchenteam. Bar, Bistrotische und Stühle aus Zink zaubern die vergangenen 30er Jahre aus der Erinnerung zurück. Ein Ambiente, welches man sich nicht entgehen lassen sollte und welches sich auf der organischen Festplatte unseres Gedächtnisses festsetzten wird.

Mehr Information: www.chez-andre.com

Restaurant Maison Blanche

Eine ganz andere Art von Gourmettempel ist das Maison Blanche unweit des Eiffel Turms. Das 15te Arrondissement mit einer der schönsten Strassen überhaupt – der Avenue Montaigne – ist magisch. Oberhalb des Theaters Champs-Élysées im 7 Stock residiert das Restaurant. Je nach Tisch hat man einen eindrucksvollen Ausblick auf das Wahrzeichen der Weltausstellung von 1889. Hier sind die Gäste meist festlich gekleidet, zu zweit, als Gruppe oder Familie. Zelebrieren kann man im feinen Restaurant so oder so. Das Ambiente ist gediegen. Der Ablauf des Dinners ist vorprogrammiert. Unvorhergesehenes wird nach Möglichkeit vom CEO Bruno Franck eingeplant, damit sich das Personal und vor allem die Gäste behaglich fühlen können. Fabrice Giraud hat in gefeierten Restaurants sein Handwerk unter anderem bei Alain Ducasse erlernt. Seine Stationen führten ihn unter anderem nach London, Marseilles, Nizza, Monaco, Istanbul und Brüssel – und jetzt nach Paris. Seine Kochkünste erahnt man schon auf der Speisekarte. Raffinierte Kompositionen lassen einem schon bei der Auswahl des Menüs das Wasser im Mund zusammenlaufen. Entenleber der Andignac, mit frischen Himbeeren, rotem Pfeffer und Cassis Samen. Die Geschmacksknospen auf der Zunge tanzen Rock’n’Roll vor Freude. Englischer Hummer in ausgelassener Butter gegart, zusammen mit Madras Reis Früchten mit cremigem Erdnuss Biskuit. Welche stimmige Komposition. Zum Dessert Ananas mit unterschiedlichen Insel Geschmacksnoten wie Kokosnuss, Rum, und Lulo als Sorbet. Exotisch, süss und unaufdringlich. Wir haben jeden Augenblick unseres Aufenthaltes im Maison-Blanche genossen und freuen uns auf den nächsten Besuch.  

Mehr Information: www.maison-blanche.fr

Restaurant La Coupole

Eine festliche Halle dieses Hauses lädt ein. Weite, Höhe, Spiegel und Einrichtungen wie es sich für ein Grand Restaurant gehört. Bravo. Durchwegs ist die Inneneinrichtung ein Art Deco Meisterwerk. Das La Coupole ist die am meist bekannteste Brasserie in Paris – weltweit. Sie stellt heute eine Symbol der ganzen Geschichte des Montparnasse dar. Dieses Stadtviertel – das 53. von 80 Stadtteilen, wird als Synonym für die künstlerische Szene rund um den Place Pablo Picasso angesehen. Beim Eintreten übermannt es einem. Ein Tisch wird rasch gefunden, sofern man vorab eine Reservation getätigt hat. Ohne Voranmeldung kann es gut sein, dass man ein oder zwei Apéros über sich ergehen lassen muss. Nein, nein im Gegenteil. Ausser dem emsigen Personal ist Ruhe und Genuss gross geschrieben. Bereits 1927 war das Coupole ein Künstlertreff. Literaten, Maler, Schauspieler und Musiker übergaben sich die Türgriffe der Brasserie. Die Ambiente ist einzigartig. Der Küchenchef Vakhtang Meliava ist gebürtiger Pariser und weiss was seine Gäste gerne konsumieren. Das Vielfalt der Speiskarte ist überschaubar. Frische Austern aus bester Herkunft aus dem Sektor Utah der Normandie zum Beispiel schmecken einzigartig. À la carte Menüs gibt es ab 9 Euro. Das berühmte Lamm Curry beherrscht der Chef perfekt. Die Kompositionen auf den Tellern sind meisterhaft inszeniert. Die Augen beginnen zu essen, bevor der Teller auf dem Tisch steht. Wer in Paris ist uns das Coupole nicht besucht, verpasst nicht nur einen geschichtsträchtigen Teil der Seine-Stadt, sondern ein stimmiges, perfekt abgeschmecktes Mahl.

Mehr Information: www.lacoupole-paris.com

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