Egal, ob hochalpine Felswelt in den Dolomiten oder mediterranes Klima am Gardasee, die Natur hat sich im Trentino fast selbst übertroffen. Die Region ist nicht nur ein Paradies für Aktivurlauber, sondern zieht jeden Besucher mit seinem unvergleichlichen Mix aus Naturerlebnis, Kultur und italienischer Gastfreundschaft in den Bann. Mächtig ragen im Trentino schroffe Zinnen in den Himmel, rau und mystisch präsentieren sich die grauen, zerklüfteten Felswände, zu deren Füßen sich liebliche Almwiesen, dichte Fichtenwälder oder klare Bergseen schmiegen. Ein Naturschauspiel, das jeden fasziniert und zu ausgedehnten Naturabenteuern einlädt. Und zwar sowohl im Sommer als auch im Winter.
Die autonome Provinz Trentino liegt im Norden Italiens, eingebettet zwischen Südtirol, Veneto und Lombardei. Die Region bildet eine geographische und kulturelle Brücke zwischen Mitteleuropa und Mittelmeerraum, was sich in Kunst, Kultur und Lebensweise widerspiegelt. So bieten die unterschiedlichen Talschaften nicht nur viel Natur, sondern einen bunten Mix aus alpenländischen Traditionen und südländischer Lebensfreude, aus kühlem Gebirgsleben und warmem Strandspaß.
Sinn für die Natur
Tausend Quadratkilometer der Provinz – das sind 17 Prozent der Gesamtfläche – sind geschützt: Die drei Naturparks Stilfser Joch, Paneveggio-Pale di San Martino sowie Adamello-Brenta bieten unberührte Landschaften und eine reiche Tierwelt. Auch die UNESCO ist der Meinung, dass diese Schönheit erlebt und geschützt werden muss: Deswegen hat sie die Dolomiten bereits vor fünf Jahren zum Weltnaturerbe erklärt. Wem Naturschutz besonders am Herzen liegt, der wählt im Naturpark Adamello-Brenta eine Unterkunft, die dem Produktclub „Qualità Parco“ angehört. Diese Betriebe legen besonderen Wert auf Nachhaltigkeit, Naturschutz und landestypische Produkte. Außerdem erhalten alle Gäste dieser Unterkünfte die sogenannte „Parco Card“, eine lukrative Servicekarte, die unter anderem – insgesamt sind es über 50 Angebote und Dienste – freie Nutzung der Shuttlebusse sowie kostenlosen Eintritt in die öffentlichen Museen und Burgen gewährt.
Zu Fuß oder mit dem Bike
Um die Trentiner Berge und Natur hautnah erleben zu können, gibt es rund
1.000 ausgeschriebene Wanderwege für Tages- oder Mehrtagesausflüge in allen Schwierigkeitsgraden. Mountainbiker toben sich auf rund 4.500 Kilometern Bikerouten oder kniffligen Trails aus, die für den restlichen Verkehr gesperrt sind. Wer ungern alleine in die Berge zieht, der schließt sich einem der 250 erfahrenen Bergführer an. Das Trentino bietet außerdem 400 Kilometer Radwege von den Dolomiten bis zum Gardasee, bis in die Po-Ebene oder Richtung Venedig. Eine der bekanntesten Strecken führt von Bozen nach Verona 82 Kilometer lang durch das Etschtal, vorbei an Obst- und Weingärten.
Kulinarisches zwischen Alpen und Mittelmeer
Qualität statt Quantität. Auch wenn im Trentino nur rund zwei Prozent der italienischen Weine produziert werden, so ist man doch mit Recht stolz auf seine edlen und autochthonen Tropfen: der weiße Nosiola sowie die beiden roten Sorten Teroldego und Marzemino. Denn ganze 85 Prozent der Trentiner Weine tragen die Ursprungsbezeichnung DOC, die für besondere Qualität steht. Das ist einer der höchsten Prozentsätze in ganz Italien. Prickelndes Aushängeschild der Provinz ist der Spumante TRENTO DOC, der im Flaschengärungsverfahren „Metodo Classico“ erzeugt wird. Nach dem Champagner hat er als erster Schaumwein den DOC-Status erlangt. Auch beim Grappa sind die Trentiner konsequent qualitätsbewusst. In den heimischen Brennereien werden nur aus dem Trentino stammende Trester destilliert. Der echte
TRENTINO GRAPPA ist an dem Gütesiegel „Marchio del Tridente“ zu erkennen, das vom „Istituto Tutela Grappa“ erst nach strengen Kontrollen vergeben wird.
Knackiger Exportschlager
Er ist im Trentino die Frucht schlechthin, der Apfel. Mit rund 4,5 Millionen Doppelzentnern Ernte – das sind 20 Prozent der nationalen Produktion – ist er der Exportschlager der Provinz. Das Trentino ist Europas weitläufigstes Obstanbaugebiet in Hochlagen. Drei Apfelsorten aus dem Val di Non (Golden Delicious, Renetta und Red Delicious) wurden von der EU mit der geschützten Ursprungsbezeichnung DOP ausgezeichnet.
In diesen Hochlagen fühlt sich auch das Vieh wohl, und so bevölkern über 8.000 Kühe im Sommer die Almen und produzieren jährlich etwa 143 Millionen Liter Kuhmilch. Vornehmlich wird die Milch zur Herstellung des Trentingrana verwendet, eines Hartkäses, der dem Parmesan ähnlich ist. Pro Jahr werden fast 100.000 Laibe produziert.
Jedes Tal hat seine speziellen Käsesorten. Bekannt sind der intensive DOP-Käse Puzzone di Moena aus dem Val di Fiemme oder Val di Fassa, der gehaltvolle Vezzena von den Hochebenen von Lavarone, Folgaria oder Vezzena oder der weiche Casolet aus dem Val di Sole.
Auszeichnete Spezialitäten
Genauso vielseitig sind die Wurstwaren. Egal ob Speck, Trentiner Lucanica, Mortadella aus dem Val di Non oder Ciuìga del Banale – auch hier hat jede Region eigene Köstlichkeiten vorzuweisen. Eine besondere Spezialität ist das Carne Salada, eine Art Pökelfleisch, das ursprünglich aus der Region am Nordufer des Gardasees kommt. Dort sind auch einige der besten Olivenöle des Landes zuhause. 2009 wurde das Olivenöl
Extravergine Garda Trentino DOP unter 248 Produkten aus aller Welt als bestes Öl mit fruchtigem, leichtem Geschmack bewertet.
