Der Nationalpark Hohe Tauern - über drei Bundesländer verteiltes Schutzgebiet mitten in den Alpen. Eine Region, die dem Naturschutz verschrieben ist und doch touristisch intensiv genutzt. Ein Widerspruch oder eine Herausforderung?
Schon 1910 gab es die ersten Bemühungen, den Hochalpenraum um Österreichs höchsten Berg unter besonderen Schutz zu stellen. Der Stuttgarter Verein Naturschutzpark, der sich allgemein dem Naturpark-Gedanken verschrieben hatte, erwarb die ersten Flächen auf der Salzburger Tauernseite, 1918 folgte der Österreichische Alpenverein in Kärnten und später in Tirol, im Glockner- und Venedigergebiet. Ein erster Entwurf eines Naturschutzgebietes Nationalpark Hohe Tauern datiert auf das Jahr 1939. Nach dem Europäischen Naturschutzjahr 1970 trafen die Bundesländer Kärnten, Salzburg und Tirol am 21. Oktober 1971 die Heiligenbluter Vereinbarung zur Errichtung eines Nationalparks. Kärnten erklärte 1981, Salzburg 1983 die ersten Teilgebiete zum Nationalpark. Der Osttiroler Teil des Nationalpark blieb zunächst sehr umstritten, erst 1991 wurde auch dieser Teil dem Nationalpark angegliedert.
Tourismus und Nationalpark
Der Nationalpark ist durch eine der meistbefahrenen Übergänge der Alpen, die Großglockner-Hochalpenstraße, die das Gebiet vollständig durchquert, erschlossen, enthält einige der meistbestiegenen Berge der österreichischen Alpen und ist von jeher eines der meistbesuchten Bergsteiger - Reviere der Alpen. Dies mit dem strengen Naturschutz eines Nationalparks in Einklang zu bringen, war und ist eine besondere Herausforderung. Um den zahlreichen Besuchern die Bedeutung des Nationalparks, der besonderen Schutzwürdigkeit der Natur näherzubringen, wurden zahlreiche Informations- und Bildungseinrichtungen geschaffen:
- Land Kärnten: BIOS Nationalparkzentrum in Mallnitz.
- Land Salzburg: Nationalparkwelten in Mittersill, die Nationalparkwerkstatt Klausnerhaus im Hollersbach und das Haus „Könige der Lüfte“ im Rauristal.
- Land Tirol: das Nationalparkhaus und der Kesslerstadel in Matrei in Osttirol sowie das Haus des Wassers in St. Jakob in Defereggen.
Den Nationalpark erleben
Neben der umfangreichen Informationsmöglichkeit in den Infozentren bietet der Nationalpark eine Fülle von Veranstaltungen, geführten Touren und Vorträgen an. Das reicht von kleinen, kindgerechten Spaziergängen zum Bach oder auf der Wiese bis hin zu mehrtägigen Hochtouren mit Nationalparkrangern. Ob Tierbeobachtungen, Wildkräuterbestimmung oder Edelstein-Suchen - es bleiben keine Wünsche offen.
Das ausführliche Programm und viele weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Nationalparks.
Das ausführliche Programm und viele weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Nationalparks.
