Alles, was man zum draußen Übernachten braucht
TRAGEB & SCHLAFEB
Rucksack
Eine Rucksackgröße von 70 Liter Volumen ist für mehrere Outdoor-Nächte ideal. Die sollte man allerdings nicht komplett mit persönlichen Dingen füllen! Es braucht noch Platz für die allgemeine Ausrüstung, die unter allen in der Gruppe aufgeteilt wird: Töpfe, Lebensmittel, Wassersäcke, u.s.w.
Schlafsack
Für erholsame Nächte muss man den richtigen Schlafsack - je nach vorherrschenden Temperaturen dabeihaben. Falls es mal was nass wird, am besten imprägnierte Daunen, Daunen mit Wollanteil oder Kunstfasern. Mit einem 3-Jahreszeiten-Schlafsack kann man nicht viel falsch machen.
Schaumstoffmatte
Eine Schaumstoffmatte dient tagsüber perfekt als flexible Sitzunterlage und nachts als Unterlage für eine aufblasbare Schlafmatte. Für alle, die es besonders simpel mögen, kann sie die alleinige Schlafunterlage sein.
Schlafmatte
Eine aufblasbare Schlafmatte ist ein treuer und sehr komfortabler Begleiter für Nächte im Freien. Beachten sollte man die R-Werte für den Temperaturbereich und die Größe sowie das Gewicht und Packmaß des jeweiligen Modells. Je nach Bodenbeschaffenheit ist es sinnvoll, eine Schaumstoffmatte und/oder eine Unterlage darunterzulegen.
Plane und Schnüre
Beim Schlafen ohne Zelt kommt man mit der Natur besonders gut in eine Art Dialog. Ein Zelt würde von allem um einen herum abgrenzen und diesen Prozess behindern. Beim Biwakieren schützt man sich nur nur durch ein Tarp, das mit Schnüren befestigt wird. Man kann dabei zwischen einem professionellen leichtgewichtigen Tarp oder einer einfachen Abdeckplane aus dem Baumarkt wählen. Beides erfüllt am Ende bis auf ein paar Details den gleichen Zweck. Zum Festbinden eignet sich Reepschnur ab 3 mm.
Unterlage (optional)
Für einige ist es angenehm, eine Camp-Unterlage dabeizuhaben. Diese kann einerseits die Luftmatratze vor Steinen oder Dornen am Boden schützen und auch für etwas Ordnung sorgen, gerade im Sand oder bei viel altem Laub. Andererseits fühlt man sich manchmal nach möglichst viel Bodenkontakt und lässt sie in diesem Fall am besten weg.
Kissen (optional)
Olivia ist ihr Kissen ist heilig. Es nimmt zwar etwas Platz im Rucksack weg und fügt ein paar Gramm hinzu; das ist es ihr aber wert. Ein zusammengerollter Pullover kann für manch andere denselben Zweck erfüllen.
Schlafsack-Inlay (optional)
Aus dünner Baumwolle oder aus Seide kann so ein Innenschlafsack oder auch Hüttenschlafsack die Nacht angenehmer oder auch wärmer machen. Wenn es ganz warm ist, kann diese Schicht allein ausreichend sein.
Ausrüstung
Trinkflasche
Aluminiumflaschen sind aus Olivias Erfahrung die funktionalsten. Das tolle daran ist, dass man sich auch ein warmes Getränk oder eine Wärmflasche für den Schlafsack damit machen kann: die Flasche einfach (mit offenem Deckel!) ans Feuer stellen.
Geschirr
Zum Essen braucht es Teller oder Schüssel, Besteck (als Messer kann ein Taschenmesser dienen) und Becher. Für das Material des Geschirrs eignet sich alles, was nicht schwer ist, nicht scheppert und praktisch ist. Alles gemeinsam am besten in einen Stoffbeutel geben, so bleibt alles zusammen, man kann es direkt in der Nähe des Gruppenplatzes lassen und den Beutel auch als Küchenhandtuch verwenden.
FEUER & FLAMME
Streichhölzer brennen besser als ein Feuerzeug, bei Regen hat dieses allerdings Vorteile. Eine Kerze kann manchmal bei erschwerten Bedingungen helfen, ein Feuer zu entzünden. Zusätzlich eignen sich als Feueranzünder natürliche Materialien, wie z.B. Harz oder Birkenrinde.
KOPFLAMPE/ TASCHENLAMPE
Eine Kopflampe erweist sich als wesentlich praktischer, da man immer beide Hände freihat. Hier stets darauf achten, dass sie geladen ist.
Kleidung & Sonstiges
HOSE(N) SHIRTS PULLOVER
KOPFBEDECKUNG REGENSCHUTZ GESCHLOSSENE SCHUHE
OFFENE SCHUHE (nach Bedarf)
WOLLSACHEN: Bei kalten Nächten kann Olivia alles aus Wolle empfehlen, das hilft Wunder: z.B. Socken, Stulpen, Mütze oder Pullover.
BADESACHEN
HANDTUCH
PERSÖNLICHE HYGIENEPRODUKTE WET WIPES, TOILETTENPAPIER, PLASTIKTÜTCHEN: Wiederverschließbare Plastiktüten, um dein Toilettenpapier und je nach Untergrund auch das "große Geschäft" einzupacken, SONNENCREME & MÜCKENSPRAY
Sharing is caring: Outdoor-Ausrüstung ausleihen
Für einen ersten Trip draußen muss man sich nicht unbedingt alles selbst zulegen, wenn man es noch nicht hat. Vielleicht kann man sich bestimmte Dinge von Freund:innen und Bekannten leihen. Es macht auf jeden Fall Sinn, auch auf den bekannten Second-Hand-Plattformen nach fehlendem Equipment zu schauen. Dort bekommt man oft neuwertige, fast nie benutzte Outdoor-Ausrüstung zum draußen Übernachten zu günstigen Preisen. Es gibt auch die Möglichkeit Rucksack, Schlafsack oder Isomatte online auszuleihen.

Über KAILO Nature Therapy
Die in Berlin lebende Unternehmensberaterin und Systemische Naturtherapeutin Olivia Köhler veranstaltet regelmäßig mit Kailo Nature Therapy naturtherapeutische Retreats in der wilden Natur mit bis zu 13 Teilnehmenden. Retreats wie „Journey to Yourself“ in Ägypten oder „Children of the Sea“ in Griechenland sind prozessorientiert und richten sich nach der jeweiligen Gruppendynamik. Ziel ist, den Teilnehmer:innen im Natur-Setting einen neuen Zugang zu sich selbst, zu anderen und der Umwelt zu ermöglichen. Die systemische Naturtherapie verbindet Naturraumarbeit, szenische Verfahren und rituelle Strukturen zu einem therapeutischen Konzept, zu dem auch der sogenannte Natur-Dialog gehört. Bewegungs- und Tanzpraktiken, Atemarbeit, Meditation und Embodiment ergänzen das Therapiekonzept. „Wir sind Natur. Draußen treten wir in einen Dialog mit der Natur. Menschen finden dadurch zu einer anderen Sprache, beginnen, sich authentischer und auch verletzlicher zu zeigen. Man erreicht eine andere Dynamik und findet den Zugang zu sich und den Dingen, die einen beschäftigen und umgeben“, erklärt Olivia ihren Ansatz.







